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Die Sonnenfleckenhäufigkeit im elfjährigen Zyklus 1. Einleitung und LiteraturEs war ein Amateurastronom, nämlich der Dessauer Apotheker Heinrich Schwabe, der nach fleißigen Sonnenbeobachtungen 1843 mitteilte, dass sich die Häufigkeit der Sonnenflecken in einem etwa zehnjährigen Zyklus periodisch ändert. Eine genauere Bestimmung der Eigenschaften dieses Zyklus wurde durch die von Rudolf Wolf in Zürich eingeführte Sonnenfleckenrelativzahl möglich. In sie geht nicht nur die Anzahl f der sichtbaren Einzelflecke ein, sondern auch die Anzahl g der Fleckengruppen: R = k(10g + f) (1) Der Reduktionsfaktor k dient zur Umrechnung der Beobachtungen eines beliebigen Beobachters auf die Internationalen Relativzahlen. Seit 1849 liegt eine lückenlose Reihe täglicher Relativzahlen vor. Es konnte auch eine gute Einschätzung der Fleckenhäufigkeit bis zum Zyklus -4 vorgenommen werden, der 1698 begann. Nach Wolfs Tod im Jahre 1893 wurde die Beobachtungsreihe mit dem von ihm benutzten Fernrohr von 80 mm Öffnung und 1100 mm Brennweite von seinen Nachfolgern an der Eidgenössischen Sternwarte in Zürich, Wolfer, Brunner und Waldmeier, bis zum 31. Dezember 1980 fortgeführt. Ab 1.1.1981 ist das Sunspot Index Data Center, das am Observatoire Royal de Belgique eingerichtet wurde, für die Weiterführung der Wolfschen Zahlen zuständig. Der Ortswechsel schlägt sich auch im Namen nieder: Die Zürcher Sonnenfleckenrelativzahl wurde in Internationale Relativzahl SIDC umbenannt und wird auch mit anderen Mitteln als in Zürich bestimmt.. R. Wolf führte ein Verfahren ein, um die kurzfristigen Schwankungen in den Monatsmitteln der täglichen Relativzahlen auszugleichen. Danach werden jeweils 12 aufeinanderfolgende Monatsmittel gemittelt und anschließend zwei aufeinanderfolgende Mittelwerte erneut gemittelt. Auf diese Weise erhält man das ausgeglichene Monatsmittel für den siebenten der 13 in die Rechnung eingegangenen Monate. LiteraturSchulze, W.: Die Sonnenfleckenhäufigkeit im elfjährigen Zyklus. Sterne 57 (1981) 203-211 [1] Waldmeier, M.: Neue Eigenschaften der
Sonnenfleckenkurve. Astron. Mitteil. Zürich 14 (1935) 105—130. [2] Schulze, W.: Der 20.
Sonnenfleckenzyklus. Ein zusammenfassender Bericht. Sterne 54 (1978) 96—108. [8] Gleissberg, W.: Die Häufigkeit der
Sonnenflecken. Berlin: Akademie.Verlag 1952. [4] Gleissberg, W.:
Betrachtungen zum Maunder-Minimum der Sonnentätigkeit Sterne Weltraum 16 (1977) 229—233. [5] Gleissberg,
W.: Secularly smoothed data on the minima and maxima of sunspot frequency. Solar
Physics 2 (1967) 281—238. [6] Wittmann,
A.: The sunspot cycle before the Maunder minimum. Astron. Astrophys. 66 (1978) 98—97. [7] Gleissberg, W.: The 11-year
and 80-year cycles in the frequency of sunspots easily visible to the naked
eye. J. Interdiscipl. Cycle Res. 4
(1973) 313 - 318 = Veröff. Astron. Inst. Univ. Frankfurt (Main) Nr.47. [8] Gleissberg, W.: Fortschritt und Rückschlag im Ablauf des
Sonnenfleckenzyklus. Sterne Weltraum 10
(1971) 95—97. [9] Schulze, W.: Nebenmaxima in den Sonnenfleckenzyklen 0 bis 20. Sterne 46 (1970) 76-80.
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